Zweite schlaflose Nacht...

Morgen muss ich früh raus und trotzdem tu ich kein Auge zu.

 

Ich hasse das, ich kann keinen klaren Gedanken fassen und doch kann ich es irgendwie besser denn je.

 

Ich bin erstaunt darüber, dass ich in den letzten Tagen so viel und doch so wenig hinbekommen habe, Leben wieder hingerückt oder so, morgen steht ein Arztbesuch an, den ich eigentlich schon länger hatte machen sollen, nun gut, anyway...ich mags manchmal eben Dinge vor mir herzuschieben.

 

Ich warte darauf, dass ich einen Termin für die für mich sehr wichtige Studienberatung bekomme.

 

Mal sehen, wann das was gibt.

 

Was mir momentan Sorge macht? Ich weiß es nicht, ich weiß allerdings, dass das andere Geschlecht soviel Macht über mich hat, dass es mich nicht schlafen lässt.

 

Treffen wir Entscheidungen:

 

Kosten-Nutzen-Rechnung

Bringt es mir mehr, wenn ich A mache, als dass es mich kostet. => Ja, A ist gekauft. => Nein, A ist nicht gekauft. So einfach ist das, oder doch nicht?

 

Was ist nun wenn ich nicht weiß, was mir A bringt, oder nicht bringt. Was ist nun, wenn ich nicht weiß, was ist, wieso gibt es Gebiete in unserem Leben, die so schwer zu durchschauen sind, wie der Mount Everest zu besteigen. Was ist so klar und doch so verschwommen. Was richtig und falsch? Manchmal wünschte ich mir, dass das alte Ich wieder kommt, damals war alles so einfach, nur bei weitem nicht so schön.

 

Was nun in mir vorgeht? Ich weiß es nicht und doch weiß ich, was ich will, ich weiß es nicht, und hier gibt es leider kein ich weiß es.

 

Ich bin an einem Punkt angelangt, an dem ich meine Gefühle sehr ehrlich befragen kann, ich weiß, was da ist, nur ich weiß nicht, wie ich darauf reagieren soll. Ist es manchmal nötig etwas verlieren zu können, um die ganze Tragweite seiner Entscheidungen zu verstehen?

 

Ist es nicht interessant, dass eine Person sagt, dass sie einen einerseits noch liebt und andererseits meint, dass es doch irgendwie nicht passt. Ist es vielleicht manchmal das, was unorthodox scheint, eben das, was doch irgendwie attraktiv ist? Wieso kann man manche Dinge abwägen und manche eben nicht und wieso ist es immer nur die Sonne, an die man sich zurückerinnert.

 

Was ist richtig und falsch? Ich weiß es nicht, ich weiß nichtmal, ob ich es wissen will. Wie gehts nun weiter? Auch da habe ich keine Ahnung, ich habe das Gefühl, dass ich an einem Scheideweg stehe und so oder so, es gibt kein Zurück. 

 

Was will ich denn? Wieso kann mir das niemand sagen? Ich habe mein Leben betreffend so konkrete Vorstellungen, ich weiß was ich erreichen will, aber es kann doch nicht sein, dass ich in Situationen nicht weiß, was ich will. Was im Grunde doch so einfach zu sein scheint, bringt es mir was, oder bringt es mir nichts. Aber kann man das so sagen bzw. kann man das so differenzieren?

 

Was ich weiß, dass ich wach bin und das ist erschreckend genug, dass ich von sowas mittlerweile wachgehalten werde. Meine Gedanken, die ich habe, sind nicht mehr nur mich allein betreffend, wie das früher war. Ich denke an Gott und die Welt, ich habe das Schicksal von vielerlei Menschen im Blick und habe Teil am Leben von anderen Menschen, was früher nicht so war. Allerdings ist es mehr als nur interessant zu sehen, dass ich meine Entscheidungen abhängig davon mache, wie sie auf andere wirkt. OK, das kann man nun missverstehen, aber ich versuche das zu klären. 

 

Wenn ich versuche eine Entscheidung zu treffen, dann schaue ich erst, wie die Konsequenzen für mich sind, dann habe ich einen Blick auf die Konsequenzen für andere Leute und nun wird abgewägt. Ist es vertretbar, dass ich meinen Vorteil auf Kosten anderer nehmen (wenn es schlimm aussieht) oder ist meine Entscheidung für die anderen ohne negative Konsequenzen.

 

Ich glaube ich versuche gerade ein Reich zu erkunden mit den völlig falschen Mitteln. Man sollte eben nicht in Badekleidung versuchen den Mount Everest zu erklimmen genauso wenig wie man versuchen sollte in Thermokleidung Weltrekorde zu schwimmen.

 

Immer noch unklar? Ja, ich denke schon, aber das spiegelt nur wieder, was gerade in mir ist.

 

Und das Amüsanteste ist, dass es nun an einem Zeitpunkt ist, an dem es eigentlich schon wieder egal ist, aber wo es mich doch fast mehr beschäftigt, als zu einem akuten Zeitpunkt. 

 

Lange Zeit sicher sein und dann doch wieder so unsicher? Was passiert nur? Ist das eine Prüfung, muss ich einfach standhaft bleiben?  Soll ich lernen, zu meinen Entscheidungen zu stehen oder was? Ich weiß es nicht, manchmal habe ich nur das Gefühl, dass das Leben ein Arschloch ist. Nicht weil es schlecht ist, sondern weil es einem die ganzen Dinge eben nicht so einfach macht, wie sie sein könnten. Wäre ja auch zu einfach, nicht wahr?

 

Was schreibe ich hier eigentlich? Ich glaube all das, was gerade in mir vorgeht, wieso es so wirr ist? Weil eben alles in mir gerade wirr ist.

 

Nein, ich weiß nicht, was ich gerade machen sollte, eher noch könnte ich die Weltformel aufstehen.

 

Gute Nacht, ich warte nun darauf, dass es hell wird und ich mich unters Volk mischen kann. 

3.7.07 03:51
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Gratis bloggen bei
myblog.de